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CIP- und Prozessoptimierung

Wie sensorbasierte Inline-Messung CIP- und Produktionsprozesse messbar effizienter macht

COLLO - EMF Sensor

Der Collo EMF Sensor arbeitet mit einem elektromagnetischen Feld und erzeugt für jeden Zustand einen eindeutigen Fingerprint


Reinigungszeiten verkürzen und Medienverbrauch senken..

das sind die Hauptziele von weitergehenden Optimierungen der CIP Prozesse 

Für CIP Prozesse sind Leitwert und Trübung heute schon wichtige Parameter. Dennoch sind erhebliche weitere Optimierungen möglich. 

Reinigungszeiten verkürzen, Medienverbrauch senken, Produktverluste minimieren und gleichzeitig die Produktqualität sichern: Genau hier setzt das sensorbasierte Prozessanalysesystem aus Collo-EMF-Sensor und Sagamo-Analysesoftware an.

Statt einzelne Momentaufnahmen zu liefern, verfolgt das System einen ganzheitlichen Ansatz. Kontinuierliche Inline-Messung, intelligente Datenauswertung und anwendungsspezifische Prozessanalyse greifen ineinander – für CIP- und Produktionsprozesse, die sich gezielt überwachen und optimieren lassen.


Im Sensor wird ein schwaches elektromagnetisches Messfeld erzeugt. Das umgebende Medium beeinflusst dieses Feld – abhängig von seiner chemischen Zusammensetzung und seinen physikalischen Eigenschaften. Daraus leiten sich zwei zentrale Messwerte ab:

Collo-Permittivität (CP)

Beschreibt, wie stark das Medium elektrische Energie in einem elektromagnetischen Wechselfeld speichern kann. Reagiert besonders auf physikalische Veränderungen – etwa Phasenübergänge, Partikelgröße, Feststoffgehalt oder Homogenisierungsgrad.

Collo-Ionenviskosität (CIV)

Beschreibt die Beweglichkeit der im Medium vorhandenen Ionen im Wechselfeld. Reagiert sensibel auf Veränderungen der chemischen Konzentration, Lösungsprozesse, freie Ionenmobilität sowie ionische Verunreinigungen.

Zusätzlich erfasst das System sechs weitere elektromagnetische Signalparameter – u. a. Impedanzwerte, Phasenverschiebungen und Resonanzfrequenzen. In Kombination entsteht für jeden bekannten Prozesszustand ein charakteristischer elektromagnetischer Fingerabdruck, den die Sagamo-Analysesoftware mit Referenzmessungen abgleicht.

Als Nächstes wird Ihnen unser Einrichtungsassistent vorgestellt, der Sie durch die grundlegende Konfiguration der Plattform führt. Der Assistent hilft Ihnen bei der Konfiguration grundlegender Einstellungen wie Sprache, Zeitzone und Benachrichtigungen.


was sich damit erkennen lässt

●        Säuren (Zitronen-, Phosphor-, Apfel-, Essig-, Milchsäure)

●        Salze (Natriumchlorid, Magnesium- und Calciumsalze)

●        Zucker & Kohlenhydrate (Laktose, Saccharose, Glukose, Maltodextrin)

●        Proteine & Aminosäuren (Molkenproteine, Mononatriumglutamat u. a.)

●        Zusatzstoffe: gelöstes CO₂, Elektrolyte, Koffein

●        CIP-Rückstände: Natronlauge, Desinfektions- und Reinigungsmittel

●        Nicht gelöste Phasen: Feststoffe, Öle, Fette, Gase

●        Veränderungen von Dichte, Homogenität und Phasenverteilung

CIP-Prozess: Optimierung der Klarwasserspülung

≥ 14 Min.

eingespart – bei geringerem Wasserverbrauch, im dargestellten Anwendungsfall

Klassisch wird das Ende der Klarwasserspülung anhand der Leitfähigkeit bestimmt – ergänzt um eine sicherheitshalber definierte Nachspülzeit. Die Praxis zeigt: Die Leitfähigkeit erreicht oft schon früh einen stabilen Tiefstwert und liefert danach kaum noch Zusatzinformation. Das Collo-Signal dagegen verändert sich weiter und zeigt den tatsächlichen Klarwasserzustand präziser an.


eingespart – bei geringerem Wasserverbrauch, im dargestellten Anwendungsfall

CIP-Prozess: Optimierung des Gesamtprozesses


Optimieren Sie jeden einzelnen Schritt Ihres CIP-PRozesses

Bei einem vollständigen CIP-Prozess in einem milchverarbeitenden Betrieb (zwei Säurenphasen, eine Laugenphase) zeigten die Collo-Messwerte deutlich: Reinigungsmedien zirkulierten teils weiter, obwohl sich der Medienzustand kaum noch veränderte.

Milchprodukte mit unterschiedlichen Fettgehalten 
(0,1–40 %)

Nach Modellaufnahme lässt sich der Fettgehalt direkt über die Collo-Messwerte exakt ausgeben – für die zielgenaue Herstellung spezifischer Produktvarianten auf derselben Anlage.

Produktwechsel & Push-out


Sekundengenaue Erkennung aufeinanderfolgender Medien ermöglicht präzise gesteuerte Anfahr-, Produktwechsel- und Push-out-Prozesse. Produkt, Mischphase und Wasser lassen sich zuverlässiger trennen – mit spürbar weniger Rohstoffverlust.

Mineralbrunnenbetrieb


In Abfülllinien unterstützt das System die Produktidentifikation und hilft, Verwechslungen oder Fehlabfüllungen zu vermeiden. Abweichungen vom bekannten Wasserprofil sowie beginnende Ablagerungen oder Biofilmbildung werden frühzeitig sichtbar – und können automatisiert einen CIP-Prozess auslösen.

Getränkeherstellung: Mischgetränke


Bei Softdrinks, Light-/Zero-Produkten, Fruchtsaftgetränken, Limonaden und Energy-Drinks überwacht das System kontinuierlich definierte Produktprofile – z. B. Zucker/Süßungsmittel, Säuren, Sirup/Saftkonzentrate oder Rezepturbestandteile wie Chinin. Die Werte laufen übersichtlich in einem Dashboard zusammen und werden zur Prozessregelung an SPS oder Prozessleitsystem übergeben.

Systemaufbau


Das Gesamtsystem besteht aus:

●        Collo-EMF-Sensor und optional weiteren Sensoren

●        einem lokalen Edge-System mit Sagamo-Analysesoftware

●        einer OT-segmentierten Schnittstelle zum Prozessleitsystem / zur SPS

●        einer gesicherten Datenübertragung zum zentralen Server

Die lokale Verarbeitung ermöglicht kurze Reaktionszeiten und sichert die Verfügbarkeit der Prozessinformationen – auch bei eingeschränkter externer Verbindung.