Mikrobiologische Messmethoden
Schnelle mikrobiologische Messmethoden versprechen Deteketion von mikrobiologischen Aktivitäten in Minuten statt Tagen oder gar Wochen. Doch halten die Methoden was sie versprechen, und sind sie vergleichbar mit den anerkannten koloniebildenden Messmethoden?
Fachbericht über die verschiedenen Messmethoden.
Erfahre hier mehr über die unterschiedlichen Messmethoden
Fachbericht Detektion von Verunreinigungen in Trinkwasser.
White Paper zur Vergleichbarkeit von CfU zu schnellen Messmethoden
Detektionslimit im Trinkwasser
An der Uni Gent hat Jorien Favere untersucht, wie Online Überwachungssysteme Verunreinigungen detektieren können.
Hier geht es zur Favere Studie
Uns ist hier aufgefallen, dass der Coliminder (ENZ) deutlichst früher als die CFU Messmethoden Verunreinigungen detektiert.
Auch detektierte er jede noch so geringe Verunreinigung zuverlässig.

Grafik der Favere Studie. ENZ = Enzymaktivität - Coliminder
Beispiele aus der Getränkeindustrie Beispiele Getränkeindustrie
Beispiele aus dem Reinstwasserbereich Beispiele Reinstwasser
Reproduzierbarkeit
Wir als Sagamo haben - Stand August 2026 - mit dem Coliminder in > 100 Trinkwassserversorgungen und > 30 Mineralbrunnenbetrieben Erfahrungen an mehr als 1000 unterschiedlichen Probenahmestellen sammeln können.
Sehr oft im Vergleich zu den CFU-Methoden.
Zusätzlich in > 20 Anlagen im Reinstwasser mit > 100 Probenahmestellen.
Unsere Kunden führen regelmässig Vergleiche der Coliminder-Resultate mit Labormethoden durch.
So sind wir in der Lage, sehr präzise einzuordnen, bei welchen Enzymaktivitätswerten welche Wasserqualität vorliegt. 
Darstellung Wasserqualität, Enzymaktivität und Grenzwerte für positive Laborbefunde
Vergleichbarkeit von Wasserwerken
Der heutige Standard in der Trinkwasserversorgung sind Kolonien auf Agar-Nährmedien.
In Deutschland wird der DEV 20° und 36° Agar nach DIN EN ISO 6222 verwendet
In Österrreich KBE 22 und KBE 37 nach EN ISO 6222
In der Schweiz messen wir Aerobe Mesophile Keime
Bei den Wasserproben in mehr als 100 unterschiedlichen Wasserversorgungen haben wir sehr gute Gemeinsamkeiten finden können.
| Wasserart / Aufbereitung | Typischer ColiMinder-Wert | Agar / Referenzmethode | Beobachtung |
|---|---|---|---|
| Aufbereitetes Seewasser, Ultrafiltration | ca. 4 µU / 100 ml | DEV / KBE | sehr niedrige mikrobiologische Aktivität- keine Kolonien |
| Grundwasser, Belüftung + Enteisenung + Entmanganisierung + Filtration | ca. 6–7 µU / 100 ml | DEV-Agar | typischerweise keine Kolonien |
| Aufbereitetes Flusswasser, Mülheimer Verfahren | ca. 7–8 µU / 100 ml | DEV-Agar | keine Kolonien |
| Unbehandeltes Quellwasser, Schweiz | ca. 11 µU / 100 ml | AMK | keine auffälligen AMK-Werte. Mikrobiologisch stabile Umgebung. |
| Quellwasser in Mineralbrunnenbetrieben vor Aufbereitung | typ. 7–9 µU / 100 ml, teilweise 13–15 µU / 100 ml | Koloniezahl / AMK | teilweise keine Koloniebildung trotz höherer enzymatischer Aktivität - mikrobiologisch stabil. |
Diese Erfahrungswerte empfehlen uns, die Messergebnisse möglichst im Kontext zur Applikation zu sehen sind.
Installationsbeispiel Wasserwerk Mörscher Wald.
Kombinierte Installation Online Messstelle Ausgang Wasserwerk sowie 9 Messpunkte für manuelle Proben.

Kurzvideo zu unserer Referenz Wasserwerk Mörscher Wald der Stadtwerke Karlsruhe
Eignung zur schnellen Freigabe von Rohrabschnitten
Durch die o.g. Referenzwerte lässt sich sehr schnell einordnen welche Wasserqualität an einer Messstelle vorliegt. Für die direkte Beurteilung einer Messstelle ist immer ein Vergleich zum Wasserwerksausgang wichtig. Es ist ein Unterschied ob wie ultrafiltriertes Seewasser mit 4µU/100ml in das Leitungsnetz einspeisen und am Messort 7.5µU messen oder ob wir mit 7-8µU gestartet sind.
Da der Coliminder Verunreinigungen deutlich früher als die KBE Methoden detektieren kann, eignet er sich hervorragend eine konkrete Messstelle einzuordnen.
So kann die Reinigung von Hochbehältern, die Reparatur von Rohrleitungen und auch der Neubau von Leitungen unmittelbar und effizient kontrolliert werden.
Zu beachten ist jedoch unbedingt der vorhin erwähnte Vergleich zum Wasserwerksausgang.
Ein Baumassnahme / Reparatur kann jederzeit direkt geprüft werden, in dem wir die Wasserqualität an einer Stelle vor der aktuellen Baumassnahme mit der Messtelle am Ende der Baumassnahme vergleichen.
Auf diese Weise können Baustellen frühzeitig beendet werden.
Nachreinigung und lange Wartezeiten entfallen vollständig.

Die 12V/230V Version des Coliminders eignet sich hervorragend für temporären Einsatz vor Ort. So kann das stationär installierte Gerät auch im Feld genutzt werden.
mobile Unit für Aussen Dauereinsatz
Die Coliminder mobile Unit eignet sich besonders für Teams, welche regelmässig eine grössere Anzahl Messpunkte vor Ort überwachen möchte.
Sie ist mit einem 10fach Multisampler ausgerüstet.
So kann an einer Messstelle eine Probe gezogen werden, welche direkt auf der Fahrt zur nächsten Probenahmestelle analysiert wird.
Vergleichbarkeit zu Normmethoden
Im nachfolgenden Beispiel wurden Vergleichsmessungen der Coliminder ALP Messung zu E.Coli und 20° DEV Agar durchgeführt.
Es wird deutlich sichtbar, wie viel früher der Coliminder über Verunreinigungen - speziell auch fäkale Kontaminationen - informiert

Kann auf die Laborprobe vor Freigabe einer Leitung verzichtet werden?
Hier müssen wir zuerst unterscheiden, ob eine behördliche Anordnung - z.B. Abkochanweisung vorliegt , welche zwingend einer Freigabe durch die Behörde bedarf, oder ob es sich um eine Massnahme handelt, bei welcher der Wasserversorger die alleinige Verantwortung trägt.
Unabhängig davon haben Sie mit dem Coliminder 2 erhebliche Vorteile.
1.) Bei Routinekontrollen - z.B. jeder Hochbehälterinspektion - können Verunreinigungen deutlich früher detektiert werden. In vielen Fällen kann so verhindert werden, dass überhaupt ein Abkochgebot angeordnet werden muss.
2.) Der Coliminder informiert Sie zuverlässig darüber, ob noch eine Verunreinigung vorliegt.
Die behördlich geforderte Laborprobe verbleibt als reines Obligatorium. Eine Nachreinigung und erneute Verzögerung werden typischerweise nicht notwendig sein.